Mølen

Teil einer der gröβten Naturmonumente der Weichsel- Eiszeit in Europa

Die letzte groβe Vereisung in Skandinavien war die Weichsel-Eiszeit und sie begann vor 117.000 Jahren.
Über mehr als 100.000 Jahre lang kam es immer wieder zum Abschmelzen der riesigen Eisbedeckung Skandinaviens.

In kälteren Perioden, wie z.B. der Jüngere Dryas-Kaltzeit vor 12800 – 11500 Jahren, kam es wiederum zu Eisvorstöβen. Weite Teile des Landes waren mit Eis bedeckt und im Vorfeld der Gletscher lagerten sich mächtige Moränensedimente ab. Die Rå-Moräne in Mølen ist das Ergebnis einer Eisbedeckung aus der Jüngeren Dryas, die für ca. 300 Jahre mehr oder weniger stationär an einem Ort verharrte. Unterschiedliche Gesteine -wie Geröll, Sand und Ton - häuften sich an und wurden später durch Meer und Wellen aufgearbeitet und sortiert.

Gesteine am Strand von Mølen
Die Gletscher transportierten auf ihrem Weg von Nord nach Süd eine Menge von Gesteinen mit an die Küste von Südnorwegen und an den heutigen Strand von Mølen. Die Hauptquelle für die Rå-Moränen - Gesteine war die Landschaft nördlich und nordwestlich von Mølen. Mehr als 100 verschiedene Gesteine findet man heute am Strand – einige sind sehr typisch und einfach zu bestimmen:

• Quartzite aus der Telemark
• Gneise aus Kongsberg und Meheia
• Kalksteine aus Grenland oder anderen Gebieten (z.B. Cambro-Silurische Gesteine der Oslo-Region)
• Sandsteine aus Ringerike
• Granite aus Drammen
• Rhombenporphyre aus Vestfold
• Larvikite aus dem Gebiet von Larvik
• Syenite aus dem Gebiet von Larvik
• Feuerstein aus Dänemark, der wahrscheinlich mit schwimmenden Eisbergen nach Mølen tranpsortiert wurde

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